Der Große Wasserrundweg von Großpolen

Der Große Wasserrundweg von Großpolen ist eine Binnenwasserstraße mit knapp 700 km, die auf der Warthe in der Stadt Zantoch beginnt und anschließend entlang der Netze über die Orte Czarnikau (poln. Czarnków) und Nakel (poln. Nakło) bis in die Vorstadt von Bydgoszcz führt. Von hier aus setzt man die Reise über den Obernetze-Kanal (poln. Kanał Górnonotecki), den Goplosee (poln. Jezioro Gopło) und den Ślesiński-Kanal (poln. Kanał Ślesiński) bis nach Konin fort. Die Wasserroute verläuft dann weiter auf der Warthe durch Posen und Birnbaum (poln. Międzychód) bis zur Stadt Zantoch, in der die Netze einmündet. Es ist eine der wichtigsten Routen unter den polnischen Wasserstraßen und gleichzeitig eine von wenigen, die man auf der gesamten Strecke mit Wasserfahrzeugen mit einem Tiefgang von mehr als 30 cm befahren kann. Zu den wunderschönsten Abschnitten dieses Rundwegs gehören die Warthe-Strecke ab Konin bis zur Posener Vorstadt, der Unterlauf der Warthe hinter Posen, der Unterlauf der Netze hinter der Stadt Kreuz/Ostbahn (poln. Krzyż) sowie der durch Wälder umschlossene Obernetze-Kanal vor dem Dorf Fuchsschwanz (poln. Lisi Ogon). Wie soll man den Großen Wasserrundweg von Großpolen durchqueren? – Man kann in eine Richtung fahren (im bzw. gegen den Uhrzeigersinn). – In diesem Fall wird es immer lange Strecken gegen den Strom geben, der manchmal sehr reißend sein kann. Der Autor dieser Veröffentlichung empfiehlt daher, den Ring in zwei Abschnitte zu teilen: erster Abschnitt ab Konin abwärts der Warthe durch Posen bis Zantoch; zweiter Abschnitt ab Konin nördlich, über die Kanäle, Seen und die Netze bis zum Ort Fuchsschwanz und weiter westlich in Richtung der Städte Nakel und Zantoch. Wichtig ist, dass man dabei die Ruhe und Stille voll genießen kann, da der Motor nicht gegen den Flussstrom kämpfen muss. Wie viel Zeit braucht man für den Großen Wasserrundweg? – Dies hängt von der Bemannung und davon ab, wie oft Zwischenstopps gemacht werden und wie lange diese dauern. An Strecken mit Schleusen muss man bedenken, dass jede Durchschleusung ungefähr 15 Minuten dauert. Das Schleusenpersonal ist nett und informiert selber seine Kollegen an der nächsten Schleuse, dass bald ein Boot ankommen wird. Außerhalb der Regelzeit kann man sein Fahrzeug generell zum doppelten Preis durchschleusen lassen. Die kürzeste Mindestzeit bei einer Fahrt stromabwärts beträgt: Konin-Posen-Zantoch 3-4 Tage; Konin-Fuchsschwanz-Zantoch: 5-6 Tage.